Infrastruktur

Internet

2018 soll es soweit sein – schnelles Internet für ganz Lüchow-Dannenberg! Fast ganz. Denn was die Bundesregierung vollmundig proklamiert, ist eine Sache, was sie finanziell unterstützt, eine andere.

Immerhin, der Landkreis setzt alles daran, diesen Standortnachteil aufzuholen und die Finanzierungslücke jenseits der Förderungen für die Verkabelung mit Glasfaser aus eigener Kraft zu schließen. Das soll über einen Kredit geschehen, der über 40 Jahre mit den Einnahmen der künftigen Kunden finanziert wird.

Um das Projekt überhaupt stemmen zu können, mussten die entlegensten Gehöfte aus der Planung herausgenommen werden, denn das spart allein gut die Hälfte der Kosten. 94,4% der Fläche Lüchow-Dannenbergs sollen am Ende mit schnellem Internet von mindestens 50 Mbit pro Sekunde versorgt sein.

Eine regionale Betreibergesellschaft soll die Verträge mit den Kunden machen und noch in 2016 wird es zum Schwur kommen. Denn gebraucht werden mindestens 40% Anschluss-Verträge, damit sich das Projekt umsetzen lässt. Was der Anschluss kosten soll, ist noch nicht raus. Im Gespräch ist ein Betrag zwischen 39 und 59 EUR. Viele, die das Internet beruflich nutzen, scharren schon mit den Hufen, den Vertrag unterschreiben zu können und damit signifikant mehr Lebenszeit zu gewinnen, die man jenseits der Mattscheibe verbringen könnte... Ob es letztlich gelingt, die kritische Masse an Hausbesitzern zu überzeugen, dass der Wert ihrer Immobilie auch von der Anbindung an eine vernünftige digitale Infrastruktur abhängen wird, bleibt abzuwarten.

Einstweilen muss man beim Hauskauf darauf achten, dass man wenigstens eine Immobilie mit, sagen wir, 2-3 Mbit-Leitung ergattern kann, wenn man online handlungsfähig sein will. Oder man kauft sich DSL über Funk ein.

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